Ufopflanze Pflege: Der komplette Guide
Botanisch: Xerosicyos danguyi · Familie: Cucurbitaceae
Lesezeit: 8 Minuten · Zuletzt aktualisiert: 10.05.2026
Die Ufopflanze (Xerosicyos danguyi) ist mit ihren kreisrunden, fleischigen Blättern ein absoluter Blickfang und überraschend pflegeleicht. Als robuste Sukkulente verzeiht sie gelegentliche Gießfehler und ist somit die perfekte Wahl für Einsteiger. In diesem Guide erfährst du alles, was du für ein gesundes Wachstum dieser faszinierenden Kletterpflanze wissen musst.
Ufopflanze Pflege auf einen Blick
Steckbrief & Herkunft
Die Ufopflanze, botanisch Xerosicyos danguyi, gehört zu einer Pflanzenfamilie, die man im Wohnzimmer eher selten antrifft: den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae). Ursprünglich stammt diese faszinierende Sukkulente aus den trockenen, rauen Regionen Madagaskars. Dort hat sie sich perfekt an widrige Bedingungen angepasst, indem sie dicke, kreisrunde Blätter entwickelt hat, die als effiziente Wasserspeicher dienen. Genau diese münzähnliche Blattform hat ihr auch Namen wie Talerpflanze oder im englischen Sprachraum ‘Silver Dollar Plant’ eingebracht. In ihrer natürlichen Umgebung wächst sie kletternd oder rankend und nutzt feine Rankfäden an den Sprossachsen, um sich an Felsen oder benachbarten Sträuchern emporzuziehen.
Als Zimmerpflanze besticht Xerosicyos danguyi durch ihre architektonische Wuchsform und ihre extreme Robustheit. Sie kann sowohl an einem Spalier kletternd als auch als dekorative Hängepflanze in einer Blumenampel kultiviert werden. Da sie in ihren fleischigen Blättern und den verdickten Stängeln große Mengen an Feuchtigkeit und Nährstoffen speichern kann, ist sie ein wahrer Überlebenskünstler und verzeiht auch längere Trockenperioden problemlos. Im Gegensatz zur oft ebenfalls als Ufopflanze bezeichneten Pilea peperomioides benötigt diese Sukkulente deutlich weniger Wasser und wesentlich mehr Sonnenlicht, um ihre kompakte, auffällige Form zu behalten.
- Gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
- Stammt aus den trockenen Regionen Madagaskars.
- Speichert Wasser in den dicken, münzrunden Blättern.
- Wächst kletternd mit feinen Ranken oder als Hängepflanze.
Der perfekte Standort
Für ein gesundes und kräftiges Wachstum der Ufopflanze ist ein extrem heller Standort unerlässlich. Da sie aus den sonnenverwöhnten Gebieten Madagaskars stammt, liebt sie direktes Sonnenlicht und sollte idealerweise an einem Südfenster platziert werden. Bekommt sie zu wenig Licht, reagiert sie mit sogenanntem Geilwuchs: Die Abstände zwischen den einzelnen Blättern werden unnatürlich lang, die Pflanze wirkt sparrig und die Blätter verlieren ihre charakteristische Dicke. Während der warmen Sommermonate von Mai bis September profitiert Xerosicyos danguyi enorm von einem Aufenthalt im Freien auf dem Balkon oder der Terrasse. Wichtig ist hierbei jedoch eine langsame Gewöhnung an die ungefilterte UV-Strahlung über etwa ein bis zwei Wochen, da die Blätter sonst unschöne, braune Verbrennungen erleiden können. Normale Zimmertemperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius sind ganzjährig optimal, im Winter darf sie gerne etwas kühler bei 15 bis 18 Grad stehen, um eine natürliche Ruhephase einzulegen.
| Standort | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Südfenster | Ideal | Bietet die nötige direkte Sonneneinstrahlung für kompakten Wuchs. |
| Westfenster | Sehr gut | Intensive Nachmittagssonne wird hervorragend vertragen. |
| Ostfenster | Gut | Morgensonne ist gut, Pflanze wächst hier aber etwas langsamer. |
| Nordfenster | Ungeeignet | Zu dunkel. Führt zu langen Trieben und dünnen Blättern. |
| Balkon / Terrasse (Sommer) | Ideal | Nur nach langsamer Eingewöhnung, um Sonnenbrand zu vermeiden. |
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Finde Pflanzen, die bei dir zuhause gedeihen werden →Gießen & Luftfeuchtigkeit
Das Gießen der Ufopflanze erfordert etwas Fingerspitzengefühl, oder besser gesagt: Zurückhaltung. Als waschechte Sukkulente speichert sie Wasser in ihren dicken Blättern und reagiert auf Staunässe extrem empfindlich. Die oberste Regel lautet daher: Das Substrat muss vor der nächsten Wassergabe immer vollständig bis zum Topfboden durchgetrocknet sein. In der Praxis bedeutet das, während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer etwa alle zwei bis drei Wochen durchdringend zu gießen. Dabei wird die Erde so lange gewässert, bis das Wasser aus den Drainagelöchern läuft. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Übertopf muss nach spätestens 15 Minuten strikt entfernt werden, um Wurzelfäule zu vermeiden. Im Winter, wenn die Pflanze aufgrund des geringeren Lichtangebots ihr Wachstum nahezu einstellt, wird die Gießmenge drastisch reduziert. Oft reicht in den kalten Monaten ein kleiner Schluck Wasser alle vier bis sechs Wochen vollkommen aus. Ein untrügliches Zeichen für Wassermangel sind leicht schrumpelige, weicher werdende Blätter – erst dann sollte idealerweise wieder zur Gießkanne gegriffen werden.
Richtig gießen
- Substrat vor dem Gießen komplett austrocknen lassen.
- Durchdringend gießen, bis Wasser unten herausläuft.
- Im Winter die Gießintervalle deutlich verlängern.
- Auf schrumpelige Blätter als Durst-Indikator achten.
Vermeiden
- Nach Kalender gießen, ohne die Erde zu prüfen.
- Wasser im Übertopf oder Untersetzer stehen lassen.
- Die Blätter beim Gießen stark benetzen.
- Im Winter weiterhin reichlich wässern.
- Trockenheit wird viel besser vertragen als Nässe.
- Die Soak-and-Dry-Methode (durchdringend gießen, dann austrocknen) ist ideal.
- Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule.
- Weiche, faltige Blätter signalisieren Wasserbedarf.
Erde und Dünger
Die Wahl des richtigen Substrats ist für Xerosicyos danguyi lebenswichtig. Herkömmliche Zimmerpflanzenerde ist absolut ungeeignet, da sie zu viel Wasser speichert und die feinen Wurzeln ersticken lässt. Optimal ist eine stark mineralische, extrem durchlässige Kakteen- und Sukkulentenerde. Eine hervorragende Mischung besteht zu einem Drittel aus torffreier Blumenerde und zu zwei Dritteln aus mineralischen Bestandteilen wie Bims, Perlite, Lavagrus oder grobem Quarzsand. Diese Struktur sorgt dafür, dass Gießwasser sofort abfließen kann und die Wurzeln ausreichend belüftet werden. Was die Nährstoffversorgung angeht, ist die Ufopflanze sehr genügsam. In der Hauptwachstumszeit reicht es völlig aus, sie sparsam mit einem speziellen, stickstoffarmen Kakteendünger zu versorgen. Eine Überdüngung führt zu weichem, unnatürlich schnellem Wachstum und macht die Pflanze anfällig für Schädlinge.
Düngerplan nach Jahreszeit
| Monat | Häufigkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| März – Mai | 1x im Monat | Flüssigen Kakteendünger in halber Konzentration ins Gießwasser geben. |
| Juni – August | 1x im Monat | Regelmäßige Nährstoffgabe unterstützt das Sommerwachstum. |
| September – Oktober | Alle 6 Wochen | Düngung langsam reduzieren, um die Winterruhe einzuleiten. |
| November – Februar | Gar nicht | In der Ruhephase benötigt die Pflanze keine zusätzlichen Nährstoffe. |
| Nach dem Umtopfen | Pause für 8 Wochen | Frisches Substrat enthält ausreichend Nährstoffe, nicht zusätzlich düngen. |
Umtopfen Schritt für Schritt
Topfe deine Pflanze alle 2 – 3 Jahre im Frühjahr um, wenn Wurzeln aus dem Topfloch wachsen oder die Erde schnell austrocknet.
Richtigen Zeitpunkt wählen: Topfe die Ufopflanze idealerweise im zeitigen Frühjahr (März/April) alle zwei bis drei Jahre um.
Austopfen und Kontrollieren: Hebe die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und entferne lockere Erde, um die Wurzeln auf Fäulnis zu prüfen.
Drainageschicht anlegen: Fülle den Boden des neuen, nur leicht größeren Topfes mit einer Schicht Blähton oder Tonscherben.
Pflanze einsetzen: Setze die Pflanze mittig ein und fülle die Hohlräume mit einer durchlässigen Sukkulentenerde auf.
Warten mit dem Gießen: Warte nach dem Umtopfen etwa eine Woche mit dem Gießen, damit mikroskopische Wurzelverletzungen abheilen können.
Ufopflanze vermehren
Steckling schneiden: Schneide mit einem desinfizierten Messer einen etwa 10 cm langen Trieb mit mehreren Blättern ab.
Schnittstelle trocknen lassen: Lege den Steckling für 3 bis 5 Tage an einen schattigen Ort, damit die Schnittwunde antrocknen kann (Kallusbildung).
Einpflanzen: Stecke den getrockneten Trieb etwa 2 cm tief in leicht feuchte, stark mineralische Anzuchterde.
Bewurzeln lassen: Stelle den Topf hell, aber ohne direkte Mittagssonne, und halte das Substrat in den ersten Wochen nur minimal feucht.
Häufige Probleme & Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Schrumpelige, weiche Blätter | Wassermangel | Durchdringend gießen, die Blätter werden nach 1-2 Tagen wieder prall. |
| Gelbe, matschige Blätter | Überwässerung / Wurzelfäule | Sofort in trockenes Substrat umtopfen, verfaulte Wurzeln entfernen. |
| Lange Triebe, weite Blattabstände | Lichtmangel (Geilwuchs) | Pflanze an ein helleres Fenster (ideal Südfenster) stellen, lange Triebe einkürzen. |
| Braune, trockene Flecken | Sonnenbrand | Pflanze aus der prallen Sonne nehmen; an Freilandaufenthalt langsamer gewöhnen. |
| Feine Netze an den Blattachseln | Spinnmilben | Pflanze abduschen, Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen und bei Befall mit Neemöl behandeln. |
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Finde Pflanzen, die bei dir zuhause gedeihen werden →Giftigkeit
✔️ Unbedenklich
Die Ufopflanze (Xerosicyos danguyi) gilt als völlig ungiftig für Menschen und Haustiere. Da sie zur Familie der Kürbisgewächse gehört, enthält sie keine gefährlichen Toxine in ihren Blättern oder Stängeln. Dennoch ist sie eine reine Zierpflanze und nicht für den Verzehr gedacht. Ein versehentliches Anknabbern durch neugierige Haustiere oder Kleinkinder bleibt in der Regel jedoch ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen.
Häufige Fragen
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