Ufopflanze Pflege: Der komplette Guide – Vegan Biss

Ufopflanze Pflege: Der komplette Guide

Ufopflanze Pflege: Der komplette Guide

Botanisch: Xerosicyos danguyi · Familie: Cucurbitaceae

Lesezeit: 8 Minuten · Zuletzt aktualisiert: 10.05.2026

Ufopflanze – Hauptbild

Die Ufopflanze (Xerosicyos danguyi) ist mit ihren kreisrunden, fleischigen Blättern ein absoluter Blickfang und überraschend pflegeleicht. Als robuste Sukkulente verzeiht sie gelegentliche Gießfehler und ist somit die perfekte Wahl für Einsteiger. In diesem Guide erfährst du alles, was du für ein gesundes Wachstum dieser faszinierenden Kletterpflanze wissen musst.

Ufopflanze Pflege auf einen Blick

Licht:Sehr hell bis direktes Sonnenlicht
💦Gießen:Selten, Substrat komplett austrocknen lassen
🌡Temperatur:20-25°C (im Winter 15-18°C)
💧Luftfeuchte:Niedrig (30-40% sind optimal)
🌍Herkunft:Madagaskar
🏾Wuchshöhe:Ranken bis zu 2 Meter lang
🐶Haustiere:Unbedenklich
🎯Schwierigkeit:Anfänger

Steckbrief & Herkunft

Die Ufopflanze, botanisch Xerosicyos danguyi, gehört zu einer Pflanzenfamilie, die man im Wohnzimmer eher selten antrifft: den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae). Ursprünglich stammt diese faszinierende Sukkulente aus den trockenen, rauen Regionen Madagaskars. Dort hat sie sich perfekt an widrige Bedingungen angepasst, indem sie dicke, kreisrunde Blätter entwickelt hat, die als effiziente Wasserspeicher dienen. Genau diese münzähnliche Blattform hat ihr auch Namen wie Talerpflanze oder im englischen Sprachraum ‘Silver Dollar Plant’ eingebracht. In ihrer natürlichen Umgebung wächst sie kletternd oder rankend und nutzt feine Rankfäden an den Sprossachsen, um sich an Felsen oder benachbarten Sträuchern emporzuziehen.

Als Zimmerpflanze besticht Xerosicyos danguyi durch ihre architektonische Wuchsform und ihre extreme Robustheit. Sie kann sowohl an einem Spalier kletternd als auch als dekorative Hängepflanze in einer Blumenampel kultiviert werden. Da sie in ihren fleischigen Blättern und den verdickten Stängeln große Mengen an Feuchtigkeit und Nährstoffen speichern kann, ist sie ein wahrer Überlebenskünstler und verzeiht auch längere Trockenperioden problemlos. Im Gegensatz zur oft ebenfalls als Ufopflanze bezeichneten Pilea peperomioides benötigt diese Sukkulente deutlich weniger Wasser und wesentlich mehr Sonnenlicht, um ihre kompakte, auffällige Form zu behalten.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
  • Stammt aus den trockenen Regionen Madagaskars.
  • Speichert Wasser in den dicken, münzrunden Blättern.
  • Wächst kletternd mit feinen Ranken oder als Hängepflanze.

Der perfekte Standort

Für ein gesundes und kräftiges Wachstum der Ufopflanze ist ein extrem heller Standort unerlässlich. Da sie aus den sonnenverwöhnten Gebieten Madagaskars stammt, liebt sie direktes Sonnenlicht und sollte idealerweise an einem Südfenster platziert werden. Bekommt sie zu wenig Licht, reagiert sie mit sogenanntem Geilwuchs: Die Abstände zwischen den einzelnen Blättern werden unnatürlich lang, die Pflanze wirkt sparrig und die Blätter verlieren ihre charakteristische Dicke. Während der warmen Sommermonate von Mai bis September profitiert Xerosicyos danguyi enorm von einem Aufenthalt im Freien auf dem Balkon oder der Terrasse. Wichtig ist hierbei jedoch eine langsame Gewöhnung an die ungefilterte UV-Strahlung über etwa ein bis zwei Wochen, da die Blätter sonst unschöne, braune Verbrennungen erleiden können. Normale Zimmertemperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius sind ganzjährig optimal, im Winter darf sie gerne etwas kühler bei 15 bis 18 Grad stehen, um eine natürliche Ruhephase einzulegen.

StandortGeeignet?Hinweis
SüdfensterIdealBietet die nötige direkte Sonneneinstrahlung für kompakten Wuchs.
WestfensterSehr gutIntensive Nachmittagssonne wird hervorragend vertragen.
OstfensterGutMorgensonne ist gut, Pflanze wächst hier aber etwas langsamer.
NordfensterUngeeignetZu dunkel. Führt zu langen Trieben und dünnen Blättern.
Balkon / Terrasse (Sommer)IdealNur nach langsamer Eingewöhnung, um Sonnenbrand zu vermeiden.
🌱

Suchst du eine Pflanze, die wirklich in dein Zuhause passt? Unser Filter matcht Licht, Raum und Luftfeuchte auf deine Wohnung und zeigt dir Pflanzen aus unserem Sortiment, die garantiert bei dir gedeihen.

Finde Pflanzen, die bei dir zuhause gedeihen werden →

Gießen & Luftfeuchtigkeit

Das Gießen der Ufopflanze erfordert etwas Fingerspitzengefühl, oder besser gesagt: Zurückhaltung. Als waschechte Sukkulente speichert sie Wasser in ihren dicken Blättern und reagiert auf Staunässe extrem empfindlich. Die oberste Regel lautet daher: Das Substrat muss vor der nächsten Wassergabe immer vollständig bis zum Topfboden durchgetrocknet sein. In der Praxis bedeutet das, während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer etwa alle zwei bis drei Wochen durchdringend zu gießen. Dabei wird die Erde so lange gewässert, bis das Wasser aus den Drainagelöchern läuft. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Übertopf muss nach spätestens 15 Minuten strikt entfernt werden, um Wurzelfäule zu vermeiden. Im Winter, wenn die Pflanze aufgrund des geringeren Lichtangebots ihr Wachstum nahezu einstellt, wird die Gießmenge drastisch reduziert. Oft reicht in den kalten Monaten ein kleiner Schluck Wasser alle vier bis sechs Wochen vollkommen aus. Ein untrügliches Zeichen für Wassermangel sind leicht schrumpelige, weicher werdende Blätter – erst dann sollte idealerweise wieder zur Gießkanne gegriffen werden.

Richtig gießen

  • Substrat vor dem Gießen komplett austrocknen lassen.
  • Durchdringend gießen, bis Wasser unten herausläuft.
  • Im Winter die Gießintervalle deutlich verlängern.
  • Auf schrumpelige Blätter als Durst-Indikator achten.

Vermeiden

  • Nach Kalender gießen, ohne die Erde zu prüfen.
  • Wasser im Übertopf oder Untersetzer stehen lassen.
  • Die Blätter beim Gießen stark benetzen.
  • Im Winter weiterhin reichlich wässern.
Faustregel zum Gießen
  • Trockenheit wird viel besser vertragen als Nässe.
  • Die Soak-and-Dry-Methode (durchdringend gießen, dann austrocknen) ist ideal.
  • Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule.
  • Weiche, faltige Blätter signalisieren Wasserbedarf.

Erde und Dünger

Die Wahl des richtigen Substrats ist für Xerosicyos danguyi lebenswichtig. Herkömmliche Zimmerpflanzenerde ist absolut ungeeignet, da sie zu viel Wasser speichert und die feinen Wurzeln ersticken lässt. Optimal ist eine stark mineralische, extrem durchlässige Kakteen- und Sukkulentenerde. Eine hervorragende Mischung besteht zu einem Drittel aus torffreier Blumenerde und zu zwei Dritteln aus mineralischen Bestandteilen wie Bims, Perlite, Lavagrus oder grobem Quarzsand. Diese Struktur sorgt dafür, dass Gießwasser sofort abfließen kann und die Wurzeln ausreichend belüftet werden. Was die Nährstoffversorgung angeht, ist die Ufopflanze sehr genügsam. In der Hauptwachstumszeit reicht es völlig aus, sie sparsam mit einem speziellen, stickstoffarmen Kakteendünger zu versorgen. Eine Überdüngung führt zu weichem, unnatürlich schnellem Wachstum und macht die Pflanze anfällig für Schädlinge.

Düngerplan nach Jahreszeit

MonatHäufigkeitHinweis
März – Mai1x im MonatFlüssigen Kakteendünger in halber Konzentration ins Gießwasser geben.
Juni – August1x im MonatRegelmäßige Nährstoffgabe unterstützt das Sommerwachstum.
September – OktoberAlle 6 WochenDüngung langsam reduzieren, um die Winterruhe einzuleiten.
November – FebruarGar nichtIn der Ruhephase benötigt die Pflanze keine zusätzlichen Nährstoffe.
Nach dem UmtopfenPause für 8 WochenFrisches Substrat enthält ausreichend Nährstoffe, nicht zusätzlich düngen.
Ufopflanze styliert im Wohnraum

Umtopfen Schritt für Schritt

Topfe deine Pflanze alle 2 – 3 Jahre im Frühjahr um, wenn Wurzeln aus dem Topfloch wachsen oder die Erde schnell austrocknet.

1

Richtigen Zeitpunkt wählen: Topfe die Ufopflanze idealerweise im zeitigen Frühjahr (März/April) alle zwei bis drei Jahre um.

2

Austopfen und Kontrollieren: Hebe die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und entferne lockere Erde, um die Wurzeln auf Fäulnis zu prüfen.

3

Drainageschicht anlegen: Fülle den Boden des neuen, nur leicht größeren Topfes mit einer Schicht Blähton oder Tonscherben.

4

Pflanze einsetzen: Setze die Pflanze mittig ein und fülle die Hohlräume mit einer durchlässigen Sukkulentenerde auf.

5

Warten mit dem Gießen: Warte nach dem Umtopfen etwa eine Woche mit dem Gießen, damit mikroskopische Wurzelverletzungen abheilen können.

Ufopflanze vermehren

1

Steckling schneiden: Schneide mit einem desinfizierten Messer einen etwa 10 cm langen Trieb mit mehreren Blättern ab.

2

Schnittstelle trocknen lassen: Lege den Steckling für 3 bis 5 Tage an einen schattigen Ort, damit die Schnittwunde antrocknen kann (Kallusbildung).

3

Einpflanzen: Stecke den getrockneten Trieb etwa 2 cm tief in leicht feuchte, stark mineralische Anzuchterde.

4

Bewurzeln lassen: Stelle den Topf hell, aber ohne direkte Mittagssonne, und halte das Substrat in den ersten Wochen nur minimal feucht.

Ufopflanze Detail

Häufige Probleme & Lösungen

ProblemUrsacheLösung
Schrumpelige, weiche BlätterWassermangelDurchdringend gießen, die Blätter werden nach 1-2 Tagen wieder prall.
Gelbe, matschige BlätterÜberwässerung / WurzelfäuleSofort in trockenes Substrat umtopfen, verfaulte Wurzeln entfernen.
Lange Triebe, weite BlattabständeLichtmangel (Geilwuchs)Pflanze an ein helleres Fenster (ideal Südfenster) stellen, lange Triebe einkürzen.
Braune, trockene FleckenSonnenbrandPflanze aus der prallen Sonne nehmen; an Freilandaufenthalt langsamer gewöhnen.
Feine Netze an den BlattachselnSpinnmilbenPflanze abduschen, Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen und bei Befall mit Neemöl behandeln.
🌱

Suchst du eine Pflanze, die wirklich in dein Zuhause passt? Unser Filter matcht Licht, Raum und Luftfeuchte auf deine Wohnung und zeigt dir Pflanzen aus unserem Sortiment, die garantiert bei dir gedeihen.

Finde Pflanzen, die bei dir zuhause gedeihen werden →

Giftigkeit

✔️ Unbedenklich

Die Ufopflanze (Xerosicyos danguyi) gilt als völlig ungiftig für Menschen und Haustiere. Da sie zur Familie der Kürbisgewächse gehört, enthält sie keine gefährlichen Toxine in ihren Blättern oder Stängeln. Dennoch ist sie eine reine Zierpflanze und nicht für den Verzehr gedacht. Ein versehentliches Anknabbern durch neugierige Haustiere oder Kleinkinder bleibt in der Regel jedoch ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

🐈 Katzen: Unbedenklich
🐕 Hunde: Unbedenklich
👶 Kinder: Unbedenklich, jedoch nicht zum Verzehr geeignet.

Häufige Fragen

Warum wächst meine Ufopflanze nicht?
Dies liegt meist an zu wenig Licht oder der natürlichen Winterruhe. Stelle sie heller und dünge sie während der Wachstumsphase leicht.
Kann ich zu lange Ranken einfach abschneiden?
Ja, ein Rückschnitt ist problemlos möglich und fördert sogar eine buschigere Verzweigung der Pflanze. Die abgeschnittenen Triebe eignen sich perfekt als Stecklinge.
Warum fallen die unteren Blätter meiner Ufopflanze ab?
Gelegentlicher Verlust alter Blätter ist normal. Fallen jedoch viele Blätter ab und sind diese gelblich, ist fast immer Staunässe durch zu häufiges Gießen die Ursache.
Braucht Xerosicyos danguyi zwingend eine Rankhilfe?
Nein, sie kann auch wunderbar als Hängepflanze in einer Ampel wachsen. Möchtest du sie klettern lassen, nimmt sie ein Spalier oder einen Bambusstock dankend an.
Sollte ich die Blätter der Pflanze mit Wasser besprühen?
Nein, als Sukkulente bevorzugt sie eine trockene Umgebung. Besprühen bietet keinen Vorteil und kann im schlimmsten Fall Pilzinfektionen auf den Blättern begünstigen.
🌱

Finde die richtige Pflanze für dein Zuhause

Aus unserem Sortiment, abgestimmt auf dein Licht, deinen Platz und deine Gewohnheiten. Wir matchen die Pflanze, die wirklich bei dir gedeiht.

Finde Pflanzen, die bei dir zuhause gedeihen werden →
HT

Hannah Thomas

Pflanzen-Enthusiastin mit 10+ Jahren Erfahrung in der Zimmerpflanzenpflege. Mitbegründerin von Vegan Biss.

Teilen:
Scroll to Top